Neue Regale für die Ludothek Belp

21.11.2023 Teilen: E-Mail WhatsApp Facebook

Beim jährlichen Frühjahrsputz entdeckten wir im Herbst 2021 ein morsches Tablar. Unsere fast 20-jährigen Holzregale waren offensichtlich bereit für den Ruhestand. Etwas Neues musste her – aber was? Woher? Und vor allem, womit? Mit diesen Fragen begann ein 2-jähriges Projekt mit viel Arbeit, aber es lohnte sich!

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Phase 1: Was?

Nach einem ausführlichen Brainstorming im Team war klar: wir brauchen etwas modernes, helles mit viel Flexiblität. Unser Ladenlokal ist zu klein und wir wollten die Gelegenheit nutzen, mit den neuen Regalen den Platz optimal auszunutzen, ohne dass die Warenpräsentation erdrückend wirkt. Wir schauten danach sämtliche Websites der Schweizer Ludotheken an und notierten, welche Regale uns gefallen. Diese Ludotheken schrieben wir an und fragten sie nach ihrer Quelle. Herzlichen Dank an eure ausführlichen Antworten! Die Bandbreite war gross – von Baumarkt bis zur teuren Luxusversion war alles dabei. Wir hatten nun eine Ahnung des Angebots und der Preise und konnten somit die nächste Phase einläuten.

Phase 2: Woher?

Nun wurden die Quellen, die uns angegeben wurden, durchleuchtet. Schreinereien wurden eingeladen, Bau- und Möbelmärkte besucht, unzählige Websites studiert. Schnell war klar: die Baumärkte boten nicht, was wir brauchen. Die Schreinereien waren zu teuer. Der Mittelweg war eine professionelle Ladeneinrichtungsfirma. Mit ihrem Basisprogramm bot sie uns genau, was wir brauchten: einfach verstellbare, professionelle Regale zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis. Die Beratung war sehr viel wert, man merkte, hier waren Profis am Werk. Unser Laden wurde ausgemessen, wir erhielten einen Grundriss (der uns davor fehlte) mit den geplanten neuen Regalen, den wir auch für die Sponsorensuche gebrauchen durften. Der Platzbedarf, also wie viele Regalböden pro Sortimentszweig benötigt werden, wurde genau ausgerechnet. Die Tipps, wie wir zum Beispiel das Fahrzeug-Chaos loswerden können, waren sehr wertvoll.

Phase 3: Womit?

Natürlich konnten wir auch den Mittelweg nicht komplett selbst stemmen, Sponsoren mussten her. Nebst den üblichen Quellen, also Gemeinden und lokalem Gewerbe, sammelten wir auch über lokalhelden.ch und direkt in der Ludothek. Überwältigend war die Reaktion unserer Kunden. So manches Nötli landete in unserem Kässeli, zum Teil sogar blaue! Nach rund 4 Monaten hatten wir das benötigte Geld zusammen und konnten die Regale bestellen.

Phase 4: Umbau

Der Umbau musste gut geplant werden. Zwei Monate vor dem Umbau liquidierten wir alte Spiele und Ladenhüter. Für den Umbau schlossen wir die Ludothek für eine Woche, was wir frühzeitig via Dorfzeitung, Newsletter, Flyer und Instagram kommunizierten. Drei Tage gaben wir uns Zeit, die Ludothek komplett auszuräumen und zu putzen. Wir hatten Glück und durften im Nachbarhaus einen Partykeller nutzen, um die Ware zwischenzulagern. Es gab auch Pannen – die Sicherung flog raus (und wir hatten keine Ersatzsicherung mehr), einige Lampen waren defekt (und die passenden Ersatzleuchtmittel waren nicht erhältlich), und ein Fenster, welches sich bisher hinter Regalen verborgen hatte, war ebenfalls morsch (und die Vermieterin samt Fensterbauer mussten kurzfristig antanzen). Am vierten Tag erfolgte dann die Lieferung und Montage, danach wurde alles wieder eingeräumt. Den Zeitpunkt nutzten wir gleich für ein Inventar. Am Schluss wurden die Regale noch angeschrieben und dann erwarteten wir mit Spannung die Eröffnung mit der neuen Einrichtung.

Phase 5: Die neue Ludo und Tag der offenen Türe

Vom ersten Tag an fühlten wir uns in der neuen Ludo wohl. Durch mehr Tablare pro Laufmeter können wir viel Platz einsparen. Die Regalböden können in kleinen Abständen verstellt werden, dadurch ist die Präsentation maximal flexibel. Die Anordnung der Regale ist ausgeklügelt, so dass wir mehr Freiräume haben. Der Bereich für die Fahrzeuge ist in Breite und Höhe gewachsen und ist nun viel ordentlicher. Die Regale sind hell, dadurch wirkt die Ludothek professioneller.

Die Reaktionen der Kunden waren ausschliesslich positiv, sie freuen sich mit uns über die neue, schöne Ludothek. Als Dankeschön für die vielen Spenden veranstalteten wir ein paar Monate nach dem Umbau einen Tag der offenen Türe mit Wettbewerb, zu dem natürlich auch alle Sponsoren eingeladen wurden. Beim Team und den Familienmitgliedern, die kräftig beim Umbau geholfen hatten, bedankten wir uns mit einem Grillabend.

Nun gilt es als letzte Massnahme noch, neue Flyer mit aktuellen Bildern zu drucken und die Betriebsversicherung anzupassen. Ansonsten dürfen wir uns einfach über die schöne Ludothek und die positiven Reaktionen freuen!

Ludothek Belp, Melanie Tatschl

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