Das waren die Nationalen Spieltage im 2026 – 28. Mai bis 07. Juni
| 01.09.2026 | Teilen:
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Vom 28. Mai bis zum 7. Juni 2026 stand die Schweiz elf Tage lang ganz im Zeichen des Spiels. Dabei zeigte sich eindrücklich, wie vielfältig Spielen sein kann.
Was ist der Nationale Spieltag?
Schweizer Ludotheken organisieren während des Nationalen Spieltag im öffentlichen Raum zahlreiche kostenlose Spielanlässe und Aktivitäten. Damit soll die Freude am gemeinsamen Spielen über alle Generationen hinweg gefördert werden.
Am 18. September 1993 wurde der Nationale Spieltag der Schweizer Ludotheken zum ersten Mal durchgeführt. Seither veranstalten die Ludotheken alle drei Jahre einen Nationalen Spieltag, um das Datum des „World Play Day“ vom 28. Mai.
Der Nationale Spieltag wird vom Verband der Schweizer Ludotheken (VSL) initiiert und koordiniert. Die örtlichen Ludotheken stellen das Programm der dezentralen Veranstaltungen auf die Beine.
Im 2026 wurde bereits der 11. Nationale Spieltag gefeiert und fand das erste Mal während elf Tagen statt. Die Veranstaltungen oder Aktionen konnten an einem dieser Tage, an mehreren oder an allen 11 Tagen stattfinden. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt, das Motto hiess ganz einfach «die Schweiz spielt» – «la Suisse joue» – «la Svizzera gioca».
Fast 40 Ludotheken aus 15 Kantonen sind dem Aufruf gefolgt und haben die vielfältigsten Veranstaltungen angeboten und dafür gesorgt, dass der Nationale Spieltag und damit auch die Ludotheken und die Wichtigkeit vom Spielen bekannter werden.
Die Schweiz spielt – ein Fest für Spiel, Begegnung und Entdeckung
Vom 28. Mai bis zum 7. Juni 2026 stand die Schweiz elf Tage lang ganz im Zeichen des Spiels.
Dabei zeigte sich eindrücklich, wie vielfältig Spielen sein kann: Vom gemütlichen Gesellschaftsspiel über kreative Spielstationen und Geschicklichkeitsparcours bis hin zu Turnieren, einem Musikquiz, digitalen Spielerlebnissen und grossen Familienfesten war für viele Interessen etwas dabei.

Von klassischen Spielen bis zu ungewöhnlichen Herausforderungen
In Aarau stand das gemeinsame Spielen und Entdecken im Mittelpunkt. Die Ludothek lud dazu ein, miteinander Spass zu haben und die Welt der Spiele kennenzulernen. Wer gerne an Challenges teilnimmt und kooperative Spiele schätzt, war bei der Becherbau-Challenge genau am richtigen Ort.
Ebenfalls sehr abwechslungsreich präsentierte sich das Programm in Wettingen: Dort warteten ein Fahrzeugparcours, ein Glücksrad, XXL-Spiele, eine Süssigkeitenschleuder und die Möglichkeit, eigene Ansteck-Buttons zu gestalten. So wurde die Ludothek kurzerhand zu einem kleinen Erlebnispark für Spielfreudige.
In Bern wiederum brachten die drei Ludotheken der Kornhausbibliotheken ihre beliebtesten Spiele in einer Popup-Ludothek zusammen. Neben bekannten Gesellschaftsspielen konnten sich die Spielfreudigen an Geschicklichkeits- und Grossspielen wie Carrom, Sjoelbak, Cornhole oder einem Fussballkasten versuchen.
Bremgarten setzte auf einen aktuellen Trend und bot einen Hobby Horsing Parcours an. Wer es etwas kompetitiver mochte, war im Breitenrain richtig. Dort wurde ein Brändi-Dog-Turnier veranstaltet. Und auch diverse Bibliotheken haben das Spielen in den öffentlichen Raum getragen, in dem sie in ihren Räumlichkeiten Puzzlespass, Spieltische, sowie verschiedene Bewegungsspiele wie Stelzenlaufen und Jonglieren anboten.
Spiel, Kreativität und Gemeinschaft
In Châtel-St-Denis verband die Ludothek den Spieltag mit einem Tauschmarkt für Spiele und Spielsachen. Gleichzeitig konnten Interessierte die Ludothek an einem Tag der offenen Tür kennenlernen und sich an grossen Spielen versuchen. Und natürlich kam auch die Verpflegung nicht zu kurz.
Liestal setzte ebenfalls auf eine offene, familienfreundliche Atmosphäre und lud zum Spielen, Entdecken und gemeinsamen Verweilen ein. Die angebotenen Hot Dogs und Kuchen haben sicher für dankbare Abnehmer gesorgt und bei einem Wettbewerb gab es sogar drei Jahresabonnemente zu gewinnen. Ein ähnliches Bild zeigte sich im Bündnerland, Disentis/Mustér setzte auf einen Spiel-Postenlauf, Poschiavo auf Gross- und Aussenspiele und Ilanz/Glion auf Spieleklassiker.


In Fribourg wurde das Spielen zum generationenübergreifenden Erlebnis. Kinder und Erwachsene konnten gemeinsam an einem umfangreichen Programm teilnehmen. Der Nationale Spieltag verband dabei Spielanimationen und Entdeckungsangebote mit dem Angebot der Bibliothek. Neben einer digitalen Schatzsuche, Entdecken von Lieblingsspielen, Videospielen und einem Puzzle-Tausch wurde noch Diverses mehr geboten.
Ebenfalls modern präsentierte sich Ecublens: Dort konnten Besucherinnen und Besucher Virtual-Reality-Brillen ausprobieren und in digitale Welten eintauchen. Gleichzeitig standen klassische Gesellschaftsspiele und ein Bereich für die Kleinsten zur Verfügung. Und dank dem «buffet canadien», also einem Buffet, zu dem alle etwas beisteuern, wurde aus dem Spielnachmittag ein geselliger Anlass für die ganze Familie.
Musikquiz, Rätsel und Begegnung
In Cheseaux wurde das Spielen mit Musik verbunden. Kinder konnten bei einer Animation spielerische Musik-Challenges und Quizfragen lösen. Am Abend richtete sich das Angebot an Erwachsene: Bei Quiz, Blindtests und anderen Überraschungen rund um französische Chansons und bekannte Zeichentrickserien standen Nostalgie, Humor und ein freundschaftlicher Wettbewerb im Vordergrund.
In Lausanne wiederum wurde der Nationale Spieltag in das Familienfest «Familles en fête» integriert. In den Jardins de Beaulieu erwarteten die Besucherinnen und Besucher Spiele, Animationen und Entdeckungen. Die Ludothek Pinocchio verband den Anlass zudem mit einer Detektivgeschichte rund um den fiktiven «Inspecteur Chopini» – eine spielerische Einladung an Familien, gemeinsam Geheimnisse zu lösen.
Auch Rheineck setzte auf Begegnung. Unter dem Motto «Spielen verbindet Rheineck» wurde das gemeinsame Spielen als Möglichkeit verstanden, Menschen zusammenzubringen und die Vielfalt der Spielewelt zu entdecken. Brettspiele und Geschicklichkeitsangebote gaben dabei bereits einen Vorgeschmack auf den Ludotrail «Spiel dich durch Rheineck», der im August eröffnet wird. Auch online nutzte Rheineck die Gelegenheit und präsentierte an jedem der 11 Tage auf Instagram ein Gesellschaftsspiel, das ihnen besonders gefällt.
Das Spiel kennt keine Grenzen
Die Vielfalt setzte sich in den weiteren Veranstaltungsorten fort. In Littau konnten Besucherinnen und Besucher ein Holz-Jo-Jo gestalten und anschliessend natürlich gleich ausprobieren. In Langnau am Albis und auch in Avenches stand das Ausprobieren von Fahrzeugen und anderen Spielen im Fokus, in Kloten die Kreativität und ein Wasserspiel, in Sainte-Croix wurde den ganzen Tag ein Programm geboten, das unter anderem Origami und Schminken umfasste, während Thalwil den Nationalen Spieltag gleichzeitig mit dem 30-jährigen Jubiläum der eigenen Ludothek feierte.

Von Genf über Fribourg nach Basel, in die Innerschweiz über Zürich nach St. Gallen und weiter nach Graubünden und zurück bis ins Wallis und in die Waadt, es zeigte sich damit ein gemeinsames Bild: Jede Ludothek setzte eigene Akzente, doch überall stand das Miteinander im Zentrum. Weitere Veranstaltungsorte waren Lenzburg, Burgdorf, Ostermundigen, Tavannes, Vernier, Moutier, Hochdorf, Sempach, Schmerikon, St. Gallen, Oron, Saint-Maurice, Savigny, Unterägeri und Werdenberg.


Mehr als nur ein Spieltag
Der Nationale Spieltag 2026 machte deutlich, dass Ludotheken weit mehr sind als Orte, an denen Spiele ausgeliehen werden. Sie sind Treffpunkte, Spielplätze, Lernorte und Begegnungsräume für Klein und Gross zugleich. Ob beim gemeinsamen Taktieren am Spieltisch, beim kreativen Gestalten, beim Lösen eines Rätsels, beim Jonglieren oder beim ersten Versuch mit einer VR-Brille, überall ging es darum, etwas gemeinsam zu erleben.
Genau darin liegt die besondere Stärke des Nationalen Spieltags: Spielen bringt Menschen unterschiedlicher Generationen zusammen, schafft Begegnungen und lässt für einen Moment den Alltag in den Hintergrund treten. Die zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2026 haben auf ganz unterschiedliche Weise gezeigt, was das Motto «Die Schweiz spielt» bedeutet: Spielen verbindet, macht Spass und schafft gemeinsame Erinnerungen.
Die zahlreichen Fotos, die wir von den Ludotheken erhalten haben, sprechen für sich und geben einen schönen Einblick, wie vielfältig, bunt und erfolgreich die Nationalen Spieltage waren. Vielen Dank fürs Mitmachen und das Anbieten dieser tollen Veranstaltungen!